Samstag, 10. Dezember 2016

★ 10. Dezember

Hildegard von Bingen war eine Benediktinnerin, die sich im 12. Jahrhundert neben vielen anderen Dingen auch mit Naturmedizin und gesunder Ernährung befasst hat.
Anders als pures Wasser zählt sie neben Bier auch Wein zu den gesunden Getränken. 
Bei diesen Hildegard-Weinen werden dem Qualitätswein Honig und Kräuterauszüge zugesetzt, was ihn noch einmal gesünder macht. Man trinkt ihn als Schlummertrunk, Verdauungsschaps oder in größeren Rationen als Kur.
Abendtraum mit Melisse und Lavendel wirkt beruhigend vor dem Einschlafen, Magenwohl mit Galgant, Ingwer und Bertram unterstützt die Verdauung.
Der Dritte im Bunde ist der Hirschzungenwein, aber keine Angst, da sind nicht irgendwelche Körperteile von Waldtieren reingepresst. Die Hirschzunge ist ein Farngewächs, das in der Naturmedizin unter anderem als schleimlösend, harntreibend, wundheilend, entzündungshemmend und reizlindernd bekannt ist. Die heilige Hildegard empfahl diesen Wein zum Beispiel gegen Asthma und Husten, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden. Sie schreibt: „…trinke davon oft vor und nach dem Essen. Es hilft der Leber, reinigt die Lunge und heilt die Eingeweideleiden und es beseitigt innere Eiterungen (Fäulnis) und Verschleimung.“


Aber nicht nur in Weinform gibt es die gesunden Essenzen zu kaufen, auch ganz ursprünglich als Gewürz in Pulverform oder den Galgant, natürlich getrocknet, auch ganz.

Bertram ist das Universalgewürz der Hildegard von Bingen! In geringen Mengen in praktisch jedes Essen gegeben unterstützt es die Speichelbildung und hilft die in der Nahrung enthaltenen Vitalstoffe bioverfügbar zu machen, das heißt, sie werden im Magen/Darm besser aufgenommen. Bertram ist aber nicht nur geeignet bei Verdauungsstörungen und Mangelerscheinungen, es ist auch ein Kräftigungsmittel und regt die Gehirnleistung an.

Galgant, das zweite der drei Hauptgewürze der Hildegard (das dritte ist Quendel), ist eine dem Ingwer recht ähnliche Wurzel. Die Haupteinsatzgebiete des universellen Herzmittels kann man sich anhand der 3-Sch-Regel leicht merken: "SCHwindel, SCHwäche, SCHmerz ausgehend vom Herz". Aufgelöst in Waser oder Himbeersaft schützt es auch vor Viruserkrankungen und stärkt die Abwehrkräfte.
In der Küche wird das Pulver aber nicht nur als Heilmittel eingesetzt, sondern gibt als Pfefferersatz den Gerichten eine würzige und scharfe Note.
 

Quellen:
http://hildegardvonbingen.info/mittel/elixiere-tropfen
http://hildegardvonbingen.info/mittel/gewurze-krauter





Freitag, 9. Dezember 2016

★ 9. Dezember

In zwei Wochen ist Weihnachten!
An alle die ihre Geschenke schon beisammen haben: Herzlichen Glückwunsch;
für die anderen gibt es bei den GeschmacksSachen auch noch bis kurz vor Schluss die Möglichkeit sich ein hübsch verpacktes Präsent, quasi fertig für unter den Baum oder zum Verwichteln, zusammenstellen zu lassen.

Eingepackt wird neben Schleifchen und Cellophan in:
✪ kleine und große Holzkisten, gefertigt durch die sozialen Arbeitsprojekten des Kaplan Bonetti in Voralberg, Österreich
✪ rechteckige Kartonkisten in dunkelblau mit silbernen Sternchen oder mit einem verschneiten Weihnachtsdorf
✪ sandfarbene sechseckige Kartonschalen
✪ kleine Körbchen oder etwas größere mit Doppelhenkel
✪ Papierhäuschen mit Platz für einen Früchtetee zum Beispiel, Tütchen für ein Gewürz oder einen Dip oder Dreieckstüten für eine kleine Bonbonauswahl (alle in mehreren Designs)
✪ Blechdosen mit hübscher, festinstallierter dunkelroter Schleife; hier passen zwei Gewürze/Dips oder fünf kleine Schnäpschen rein
✪ mit einer Tasse ist der Tee gleich servierbereit als Set verpackt
✪ für Flaschen gibt es auch noch kleine selbstgestrickte Mützchen und Schals 

 

Donnerstag, 8. Dezember 2016

★ 8. Dezember

Einen "Curry" zu kaufen ist gar nicht so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt. Schließlich ist Curry nicht gleich Curry: Für die indische Würzmischung gibt es kein feststehendes Rezept, obwohl natürlich einige Zutaten fast immer enthalten sind (aber auch nur fast).
Curry Madras ist sozusagen die Basismischung, bei Bombay ist etwas mehr gelbes Curcumapulver drin. Für klassische Currywurst empfehle ich den Delikatess-Curry.
Wer dagegen ein indisches Currygericht kochen will, der ist mit den Karis besser bedient:
Sabji Kari eignet sich gut für eine Gemüsepfanne, die man eventuell mit einer Soße auf Kokosmilchbasis serviert oder man gibt das gewürzte Gemüse in den Ofen zum schmoren.
Murg Kari ist als Hähnchengewürz deklariert, man könnte damit also gut eine Art Geschnetzeltes machen und mit ein paar Mungobohnenkeimlingen und Karotten zum Reis geben.
Shawal Kari schließlich ist für den Reis gedacht, den man zum Beispiel mit ein paar Frühlingszwiebeln und Speckwürfeln in der Pfanne anbrät, bevor man ziemlich zügig ein Ei untermischt (mehrfach getestetes Resteessen!😋)

Fruchtige Mischungen, für ein Thaicurry mit Ananas zum Beispiel, oder auch so für den etwas ausgefalleneren Geschmack, gibt es in den Sorten Ananas, Mango, Lemon und Orange.
Bei wem's etwas schärfer sein darf, für den gibt es den Indischen Feuercurry, Bengalischen Tigercurry und Roten Thai-Curry. 
Letzteren verwendet man unter anderem im oben genannten Thaigericht, für eine mildere Variante gibt es das selbe auch noch in Grün. 

Der wohl außergewöhnlichste ist der Lila Curry, bei dem allerhand Blumen vermahlen wurden. Er ist nicht nur sehr mild, da sich seine Zutaten am stärksten von den anderen unterscheiden, sondern gibt dem Gekochten auch noch eine interessante Farbe.


! Alle Serviervorschläge können selbstverständlich auch mit anderen Curry-mischungen gekocht werden !

Mittwoch, 7. Dezember 2016

★ 7. Dezember

Ein Kloß mit Soß'! Das is' schon was Feines. Und wenn man den Kloß dann schon fertig in der Pelle kaufen kann und nur noch die Soß' dazumachen braucht, geht das Ganze auch noch fix.

Bei den GeschmacksSachen bekommt man in der Art Semmelködel (zur Schwammerlsoß - mhmm),
Tiroler-(Speck-)Knödel (ebenso oder auch mit Kraut zu essen);
außerdem Kalbs-Brät-Knödel [aus 50% Kalbsbrät]
und Leberknödel [Rind- und Schwein] für die Suppe.
Übrigens muss man nicht gleich die ganze Kette kaufen, sonder kriegt so viele Knödel wie man will.


Natürlich kann man sie auch noch anders essen als nur zur leckeren Soße. In Scheiben geschnitten und rausgebraten eignen sich die fertigen großen Knödel auch als Beilage zum Salat. Oder man macht aus den ganzen Resten von Knödel und Braten mit ein paar zusätzlichen Zwiebeln ein Gröstel. Wie ich gelesen habe isst man sogar den Speckknödel in Südtirol in der Suppe, wobei dieses Exemplar vielleicht ein wenig groß geraten ist (andererseits sind Leberknödel gemeinhin auch suppentassenausfüllend).



Dienstag, 6. Dezember 2016

🎅 6.Dezember

Heut zu Nikolaus gibt's was ganz Besonderes, nämlich Lebkugeln!
Ja richtig gelesen. Kugeln, keine Kuchen. Nicht die flachen Dinger die auf Oblaten geschmiert werden, sondern das pure Innere mit je nachdem ein paar Extras zu Kugeln gerollt und dann doppelt mit Schokolade überzogen. Zur Zeit sind es 18 Geschmacksrichtungen, die der Chocolatier Marx aus Nürnberg entwirft und fertigt. Da ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei.

Zunächst einmal die richtigen "Lebkugeln":



Hierin befindet sich weiche Lebkuchenmasse mit kleinen Elisenlebkuchenstückchen und umhüllt von verschiedenen Schokosorten, wobei bei der orangen eben ein kleiner fruchtiger Touch dazukommt. Bei Cappuccino ist stattdessen eine leichte Kaffeenote zu schmecken; Kirsche erinnert ein wenig an Schwarzwälderkirschtorte - nur eben ohne Sahne.

Dann haben wir in der selben Art hochfeine Trüffel ohne Alkohol ...


Mit den Buttertrüffeln kommen Zartbitterfans voll auf ihre Kosten, denn die dunkle Ganache ist auch noch mit bitterem Kakao eingestäubt. Bei Mohn-Aprikose und Pflaume-Zimt ist das jeweilige Trockenobst in verhältnismäßig großen Stücken unter die Mohn- bzw. Lebkuchenmasse gerührt. Walnuss ist wahnsinnig weich und erinnert mich etwas an Maronencreme. Außerdem gibt's noch Haselnussnougat- und Pistazienmarzipan-Kugeln.

... und solche mit Alkohol.


Bei den geistigen Sachen gibt es feine Schokotrüffel mit Baileys oder Verpoorten-eierlikör (in hell oder dunkel). Whiskey geht mehr in die Richtung des Buttertrüffels, aber mit einigen vielen Umdrehungen mehr. Rum kommt etwas weniger alkoholisch daher und Lebkuchengeist schließlich schmeckt erst hinten raus nach Schnaps, zuerst dominiert der Glühwein in der Lebkugel.



Montag, 5. Dezember 2016

★ 5. Dezember

Kakao oder heiße Schokolade, die heute eher zum Kindergetränk degradiert wurde, war in der Frühen Neuzeit als teures Luxusgut der gehobeneren Klasse vorbehalten und wurde auch in speziellen Kännchen und Tassen serviert. In Deutschland wurde die aus Amerika neu eingeführte Schokolade gar nur als Medizin und Stärkungsmittel in Apotheken verkauft, da ihr unter anderem eine besondere Bekömmlichkeit und sogar aphrotisierende Wirkung zugesprochen wurde.
Schon viel früher bereiteten die Maya ihr chocol haa aus den Bohnen des heiligen Baumes einzig und allein für Priester und hochrangige Würdenträger. Selbst der botanische Name des Kakaobaumes drückt seinen Wert aus: Theobroma cacao heißt übersetzt soviel wie "Kakao, die Speise der Götter".
Durch die Entölung verliert die Kakaobohne einen Großteil ihres Nährwerts, weshalb unser Cacao nur schwach entölt ist. Die Verfeinerung mit Rohrzucker macht das bittere Getränk auch für den europäischen Gaumen süß genug, Cacao ist aber mit einem Kakaogehalt von 60% sehr viel weniger süß als man es von anderen Instantprodukten gewohnt ist. Es handelt sich denn auch nicht um das verbreitete Schokogranulat, sondern um echtes Kakao-Pulver, weshalb es sich auch nur in warmer Milch richtig gut auflöst.
Erhältlich sind die Geschmacksrichtungen Christmas mit Lebkuchengewürz, Love Dreams mit Kirsche und Rosen, Irish Coffee, Amaretto, Coconut und Caramel. (Chili Habanero ist unterwegs, bringt vielleicht der Nikolaus).












Sonntag, 4. Dezember 2016

★ 4. Dezember

Bei den GeschmacksSachen gibt's ja ois wos guad is, sogar Obst. Nur eben in ein bisschen anderer Form.
Da hätten wir kandierte Ananas, Ingwer, Mango und Papaya, 
getrocknete Cranberry, Feigen, Datteln, Pflaumen und Pfirsiche,
sowie Korinthen, Berberitzen, Goji- und Schisandrabeeren.

Alles was keine Beere ist, ist schon mundgerecht in kleine Würfelchen geschnitten, sodass man es nur noch in sein Müsli, seinen Stollenteig oder sonstiges zu schütten braucht, ohne dass einem alles verklebt, weil man versucht das Trockenobst klein zu schneiden. Wie der ein oder andere weiß, ist das nämlich immer eine mords Sauerei.

Kleiner Tipp von mir: Korinthen und Feigen mit Honig in griechischen Joghurt rühren - Schmeckt wahnsinnig toll!